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Ein Tempolimit garantiert Sicherheit auf deutschen Autobahnen
Ein Tempolimit garantiert Sicherheit auf deutschen Autobahnen
( Link zum Originalbild | Urheber: Roman_Polyanyk | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Das Argument in Kürze

Was wäre, wenn wir selbst auf Autobahnen nur noch 120 km/h fahren dürften? Es gäbe weniger Verkehrstote und weniger Stau.  Dieses Szenario beschreibt zumindest der Kolumnist Christoph Koch in seinem Beitrag für BRAND EINS. Ein guter Grund, das Autofahren in Deutschland noch stärker zu regulieren.

Deutsche Autobahnen sind die gefährlichsten in Europa

60% aller Verkehrstoten sterben auf Landstraßen, nicht auf Autobahnen, sagen Kritiker des Tempolitims immer wieder. Dieses Argument entkräftet Koch, indem er Wulff Hoffmann zitiert, Vorsitzenden des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR): pro gefahrenem Kilometer liege die Autobahn wieder auf dem Spitzenplatz. Auch im Vergleich zum Rest von Europa sterben auf deutschen Autobahnen deutlich mehr Menschen: 13 Prozent statt 8 Prozent der Verkehrstoten. Signifikant ist dabei der Unterschied zwischen Abschnitten mit und ohen festgeschriebener Höchstgeschwindigkeit: Wo es kein Tempolimit gibt, sterben 28 Prozent mehr Menschen.

Weniger Stau, kaum Unterschiede für die Umwelt und den Lärm

Durch ein generelles Tempolimit könnten sich auch Staus verringern. Oft entstehen Staus, wenn ein schnelles Auto wegen eines langsamen bremsen muss – das wird nach hinten durchgereicht und es bildet sich ein Stau, wo kein Hindernis ist. Durch das Tempolimit würde sich die Differenzgeschwindigkeit verringern und so auch die Notwendigkeit,

Das Argument in Kürze

Was wäre, wenn wir selbst auf Autobahnen nur noch 120 km/h fahren dürften? Es gäbe weniger Verkehrstote und weniger Stau.  Dieses Szenario beschreibt zumindest der Kolumnist Christoph Koch in seinem Beitrag für BRAND EINS. Ein guter Grund, das Autofahren in Deutschland noch stärker zu regulieren.

Deutsche Autobahnen sind die gefährlichsten in Europa

60% aller Verkehrstoten sterben auf Landstraßen, nicht auf Autobahnen, sagen Kritiker des Tempolitims immer wieder. Dieses Argument entkräftet Koch, indem er Wulff Hoffmann zitiert, Vorsitzenden des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR): pro gefahrenem Kilometer liege die Autobahn wieder auf dem Spitzenplatz. Auch im Vergleich zum Rest von Europa sterben auf deutschen Autobahnen deutlich mehr Menschen: 13 Prozent statt 8 Prozent der Verkehrstoten. Signifikant ist dabei der Unterschied zwischen Abschnitten mit und ohen festgeschriebener Höchstgeschwindigkeit: Wo es kein Tempolimit gibt, sterben 28 Prozent mehr Menschen.

Weniger Stau, kaum Unterschiede für die Umwelt und den Lärm

Durch ein generelles Tempolimit könnten sich auch Staus verringern. Oft entstehen Staus, wenn ein schnelles Auto wegen eines langsamen bremsen muss – das wird nach hinten durchgereicht und es bildet sich ein Stau, wo kein Hindernis ist. Durch das Tempolimit würde sich die Differenzgeschwindigkeit verringern und so auch die Notwendigkeit, zu bremsen.

In Sachen Co2-Ausstoß und Lärm könne das Tempolimit nur wenig helfen. Neue Technologien scheinen hier die effektiveren Methoden. Außerdem stelle sich immer wieder die Frage, wie viele Autofahrer sich wirklich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten würden, wenn der Verkehr es nicht erfordere.

Ein Schreckensszenario jedoch entkräftet Koch: den Einbruch der Autoindustrie. Ein Blick in den Rest von Europa zeige: auch in Ländern mit Tempolimit werden weiterhin PS-starke Autos aus Deutschland gekauft – die Motorleistung reiche anscheinend schon als Kaufargument.

„Die Fahrbahn ist ein graues Band / Weiße Streifen, grüner Rand.“ So besingt die Band Kraftwerk die Autobahn – neben dem Oktoberfest und dem FC Bayern München vielleicht die im Ausland bekannteste und große Begeisterung auslösende deutsche Institution.”

Tiefer eintauchen:

  • “Ich kann es aber nicht akzeptieren, dass dieses Ungeheuer nicht weiß, welches Leben es da auslöscht und das es meines in gewisser Weise mit zerstört hat”. Diese bewegenden Worte stammen aus dem Leserbrief einer Mutter, die ihre Tochter bei einem Verkehrsunfall verloren hat. Im Podcast ZEIT Verbrechen geht es in dieser Folge um Raser auf der Autobahn und die problematische Liebe der Deutschen zu ihren Motoren.

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Maika Schmitt

Wer steckt dahinter?

Christoph Koch
Kommt aus:München, Deutschland
Arbeitet für/als:Autor und freier Redakteur u.a. bei Brand Eins, Die ZEIT, financial times Deutschland, GQ, Welt am Sonntag.
Was Sie noch wissen sollten:Autor mehrerer Bücher, als letztes erschien “Your home is my castle - Als Wohnungstauscher um die Welt”
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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