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Die Wehrpflicht sollte wieder eingeführt werden
Die Wehrpflicht sollte wieder eingeführt werden
( Link zum Originalbild | Urheber: Andrary | Unsplash | Unsplash Lizenz )

„Glaubwürdig abschrecken kann nur, wer Soldaten hat, die kämpfen können, komplexe Waffensysteme bedienen, sich an neue Aufgaben wie Cyberabwehr heranwagen. Die Bundeswehr aber hat ein Personalproblem.“

Journalist Hauke Reimer, Wirtschaftswoche

 

Perspektive in 30 Sekunden

Allgemeine Wehrpflicht bedeutet, dass die gesamte Gesellschaft sich für die Verteidigung ihrer Werte verantwortlich fühlt. Daher ist sie eine demokratische Errungenschaft. Wenn mehr Menschen mit der Bundeswehr in Kontakt kommen, lässt die sich leichter kontrollieren: Missstände wie die 2017 aufgedeckten erniedrigenden Aufnahmerituale würden eher bekannt, wenn mehr Menschen jemanden kennen, der in der Bundeswehr ist. Wer keinen Wehrdienst leisten will, kann einen sozialen Ersatzdienst machen. Das wäre ebenfalls sehr sinnvoll.

 

Belege für das Kernargument

Die Aufgaben der Bundeswehr werden mehr – gleichzeitig aber das Personal knapper und der Wettbewerb darum größer. Wenn Wehrpflicht gilt, sind Politiker vorsichtiger. Denn Entscheidungen über Einsätze gelten dann im Ernstfall auch für ihre Kinder oder Bekannten. Viele Schulabgänger machen vor der Ausbildung oder dem Studium ein Jahr lang etwas anderes, zum Beispiel Work and Travel. Die grundlegende Motivation ist vorhanden.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt 

In Debatten über die Bundeswehr geht es fast immer um deren Personalmangel.

„Glaubwürdig abschrecken kann nur, wer Soldaten hat, die kämpfen können, komplexe Waffensysteme bedienen, sich an neue Aufgaben wie Cyberabwehr heranwagen. Die Bundeswehr aber hat ein Personalproblem.“

Journalist Hauke Reimer, Wirtschaftswoche

 

Perspektive in 30 Sekunden

  • Allgemeine Wehrpflicht bedeutet, dass die gesamte Gesellschaft sich für die Verteidigung ihrer Werte verantwortlich fühlt. Daher ist sie eine demokratische Errungenschaft.
  • Wenn mehr Menschen mit der Bundeswehr in Kontakt kommen, lässt die sich leichter kontrollieren: Missstände wie die 2017 aufgedeckten erniedrigenden Aufnahmerituale würden eher bekannt, wenn mehr Menschen jemanden kennen, der in der Bundeswehr ist.
  • Wer keinen Wehrdienst leisten will, kann einen sozialen Ersatzdienst machen. Das wäre ebenfalls sehr sinnvoll.

 

Belege für das Kernargument

  • Die Aufgaben der Bundeswehr werden mehr – gleichzeitig aber das Personal knapper und der Wettbewerb darum größer.
  • Wenn Wehrpflicht gilt, sind Politiker vorsichtiger. Denn Entscheidungen über Einsätze gelten dann im Ernstfall auch für ihre Kinder oder Bekannten.
  • Viele Schulabgänger machen vor der Ausbildung oder dem Studium ein Jahr lang etwas anderes, zum Beispiel Work and Travel. Die grundlegende Motivation ist vorhanden.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt 

In Debatten über die Bundeswehr geht es fast immer um deren Personalmangel. Viele sehen die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 als einen entscheidenden Schlüsselfaktor. Außerdem argumentiert Autor Hauke Reimer auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel auch in Bezug auf demokratischen Zusammenhalt.

 

Diese Perspektive wird empfohlen von Christin Rudolph.

Wer steckt dahinter?

Hauke Reimer
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Volkswirt und Diplom-Journalist, seit 2015 stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche.
Was Sie noch wissen sollten:Gewann mit einem Artikel über einen Hedgefonds-Manager den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.
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