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Sachsen und Brandenburg: Schicksalswahlen für Deutschland?
( Link zum Originalbild | Urheber: James Rae | Pixabay | Pixabay License )

Ganz Deutschland schaut nun nach den Wahlen auf Sachsen und Brandenburg. Beide Länder haben das Potenzial, die Demokratie und das politische Machtgefüge in der Bundesrepublik aufzumischen. Die AfD ist zwar nicht stärkste Kraft geworden, aber sie hat ihr Ergebnisse im Vergleich zu 2014 verdoppelt und sitzt nun als zweitstärkste Partei im Parlament. Ein Weiter-So wird es nicht geben, das ist allen Beteiligten bewusst. Nur wie sollen die alten Volksparteien reagieren? Was wird aus der großen Koalition werden? Kündigt sich eine neue politische Ära an?

 

Die Landtagswahlen sind Schicksalswahlen für Deutschland, jetzt wird sich vieles ändern

Der Wahlerfolg der AfD bedeutet ein Rumoren innerhalb der beiden etablierten Großparteien. Der MERKUR schreibt, das es in der CDU, die bereits seit 30 Jahren Sachsen regiert, zu einem Rechtsruck kommen könnte, da konservative Kräfte in der Partei, die mit der AfD kokettieren, die politische Schlagrichtung nach rechts verschieben könnten.

Die SPD regiert in Brandburg ebenfalls seit dem Mauerfall und könnte sich durch eine historische Niederlage bei der Landtagswahl auf Bundesebene wieder deutlicher nach links orientieren. Desweiteren könnte ein Wahlausgang zugunsten der AfD laut SÜDDEUTSCHER ZEITUNG die bereits angezählte GroKo noch weiter zum Wanken bringen.

Ganz Deutschland schaut nun nach den Wahlen auf Sachsen und Brandenburg. Beide Länder haben das Potenzial, die Demokratie und das politische Machtgefüge in der Bundesrepublik aufzumischen. Die AfD ist zwar nicht stärkste Kraft geworden, aber sie hat ihr Ergebnisse im Vergleich zu 2014 verdoppelt und sitzt nun als zweitstärkste Partei im Parlament. Ein Weiter-So wird es nicht geben, das ist allen Beteiligten bewusst. Nur wie sollen die alten Volksparteien reagieren? Was wird aus der großen Koalition werden? Kündigt sich eine neue politische Ära an?

 

Die Landtagswahlen sind Schicksalswahlen für Deutschland, jetzt wird sich vieles ändern

Der Wahlerfolg der AfD bedeutet ein Rumoren innerhalb der beiden etablierten Großparteien. Der MERKUR schreibt, das es in der CDU, die bereits seit 30 Jahren Sachsen regiert, zu einem Rechtsruck kommen könnte, da konservative Kräfte in der Partei, die mit der AfD kokettieren, die politische Schlagrichtung nach rechts verschieben könnten.

Die SPD regiert in Brandburg ebenfalls seit dem Mauerfall und könnte sich durch eine historische Niederlage bei der Landtagswahl auf Bundesebene wieder deutlicher nach links orientieren. Desweiteren könnte ein Wahlausgang zugunsten der AfD laut SÜDDEUTSCHER ZEITUNG die bereits angezählte GroKo noch weiter zum Wanken bringen.

Nicht zuletzt sorgt man sich im TAGESSPIEGEL darüber, was das alles für die Demokratie in Deutschland bedeuten könnte. Bereits die Umfragen vor den Wahlen zeugten von einer De-Politisierung der Gesellschaft und einem Anstieg von autoritären Werten. Um die AfD von einer Regierungsbeteiligung fernzuhalten, müsse eine Minderheitenregierung gebildet werden, die nicht regierungsfähig erscheint.

 

Wir sollten diese Wahl trotz allem nicht überbewerten

Laut der NORDWEST ZEITUNG bleibt alles beim Alten, da sich bei Landtagswahlen schon immer abgezeichnet hat, dass AmtsinhaberInnen im Endspurt vor der Wahl immer noch Prozentpunkte zulegen. Die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen/ CDU) und Dietmar Woidke (Brandenburg/ SPD) sind am sichtbarsten und werden ihre Parteien demnach doch noch als stärkste Kraft zum Ziel führen.

Beide Politiker sind die Hoffnungen in ihrem jeweiligen Bundesland und wer nach ZEIT ONLINE ihre Wahlkämpfe verfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, dass beide sich mit „trotzigem Optimismus“ und „Kampfeslust“ der AfD entgegenstellen. Ein Wahlkampf der Hoffnung macht, resümieren die AutorInnen der ZEIT.

Man muss sich – so schreibt die NEUE ZÜRCHER ZETUNG – nicht unbedingt vor einer Auswirkung auf die bundesdeutsche Politik fürchten. Dadurch, dass die noch radikaleren AfD-Flügel im Osten dabei sind, die Partei zu spalten und ihre Bindung zum Westen Deutschlands zu verlieren, könnte die AfD sich zu einer ostdeutschen Regionalpartei entwickeln.

 

Was außerdem noch spannend ist

Die ostdeutschen Landtagswahlen zeugen nicht nur von einer möglichen Machtverschiebung im politischen Vakuum Deutschlands, sondern auch von einer De-Politsierung der deutschen Gesellschaft insgesamt und einem Unvertrauen in das demokratische System. Woran das genau liegt, ergründet ein Artikel von HEISE ONLINE.

Bereits bei den Europawahlen ist die AfD in den neuen Bundesländern als stärkste Kraft hervorgegangen. Das könnte nun auch bei den dortigen Landtagswahlen passieren. Wieso die AfD besonders im Osten Deutschlands so erfolgreicht ist, erläutert eine Studie des INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSFORSCHUNG.

Wer steckt dahinter?

Johannes Bär
Kommt aus:Hat Literatur und Sprachwissenschaft in Freiburg studiert, lebt jetzt in Leipzig
Politische Position:Kapitalismusktitisch, beschäftigt sich mit Ideologiekritik und darüber mit kulturellen und sozialpolitischen Themen
Arbeitet für/als:freier Autor und Podcast-Produzent
Was Sie noch wissen sollten:Hat als Redakteur u.a. für Radio Dreyeckland gearbeitet, produziert einen eigenen Hiphop-Podcast
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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