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Der Kurs von CDU, SPD und AfD könnte sich radikal verändern
Der Kurs von CDU, SPD und AfD könnte sich radikal verändern

„Es scheint gut möglich, dass sie auch die Bundespolitik noch einmal gehörig durcheinanderwirbeln. Denn auch wenn die Stimmungslagen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen sich ein wenig voneinander unterscheiden – mehrere Tendenzen gibt es übereinstimmend in allen drei Ländern.“

Journalist Florian Naumann im MERKUR

 

Die Perspektive in 30 Sekunden

  • Für die SPD steht mit partei-internem Wahlkampf, möglichen rot-rot-grünen Bündnissen und einem Fall unter die Zehn-Prozent-Marke bei diesen Wahlen viel auf dem Spiel.
  • Auch die Beteiligung der Sozialdemokraten an der Großen Koalition im Bund könnte nach einer Schlappe stärker infrage gestellt werden. Folge wäre womöglich eine linke Profilierung und Abgrenzung zum bisherigen Koalitionspartner.
  • Michael Kretschmer könnte stürzen, um eine Koalition mit der AfD zu ermöglichen.
  • Auch Annegret Kramp-Karrenbauer könnte mit ihrem gemäßigten Kurs in die Kritik geraten, wenn die CDU schlecht abschneidet, rechte Parteimitglieder könnten aufbegehren. In der Folge könnte die CDU auch im Bund weit nach rechts rutschen.
  • In der AfD könnten die ganz rechten Kräfte an Macht gewinnen, durch Siege in ihrem Kernland bestärkt.

 

Belege für das Kernargument

  • Äußerungen betroffener Politiker stützen Neaumanns Thesen.
  • Erfahrungen bei parteiinternen Konflikten und bestehende Trennlinien zwischen den Parteien haben bereits die angedachten Züge. 
  • Aktuelle Umfragewerte sprechen ebenfalls für die Aussage, dass die bisherigen Mehrheiten und Koalitionen rein rechnerisch unmöglich werden.

 

Warum The Buzzard die Perspektive empfiehlt

Naumann beschreibt alle möglichen Szenarien, insbesondere die, welche bisher wenig wahrscheinlich erscheinen. Damit zeigt er auf, wie viele Unwägbarkeiten in den Wahlen in Ostdeutschland stecken und welche weitreichenden Folgen diese Unwägbarkeiten habe könnten. Diese könnten sein, dass die SPD und die CDU sich beide auf radikalere Positionen innerhalb ihres Spektrums zurückziehen – auch im Bund. Dadurch würden einerseits Koalitionen zwischen beiden Parteien schwieriger, andererseits könnte so in der politischen Mitte ein Vakuum entstehen, von dem nicht klar ist, wer es füllen könnte.

Diese Perspektive wird empfohlen von Marcel Richters.

Wer steckt dahinter?

Florian Naumann
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Merkur
Was Sie noch wissen sollten:Naumann hat Politik in München und Lund studiert. Seit 2013 ist er Journalist und Teil der Ippen-Zentralredaktion.
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