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Das Schicksal und wie man ihm ein Schnippchen schlägt
Das Schicksal und wie man ihm ein Schnippchen schlägt

Freitags ist bei The Buzzard Zeit für frischen Wind. Dann veröffentlicht The Buzzard Perspektivwechsel von Studierenden aus Halle. In ihrem Abschlussprojekt haben die Studierenden das Masters „MultiMedia & Autorschaft“ in die Glaskugel geschaut – und sich aus allen möglichen Perspektiven mit dem Thema Zukunft beschäftigt.

 

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Wovon hängt ab, wie das eigene Leben verläuft? Der Optimist würde sagen: Man hat sein Leben selbst in der Hand. Der Pessimist würde entgegnen: Man kann selbst ja doch nichts verändern. Die Wahrheit liegt, wie meist, irgendwo dazwischen.

Denn es ist durchaus so, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen schlechtere Karten im Leben haben. Das zeigen die Statistiken. So verdienen homosexuelle Männer im Schnitt pro Stunde zwei Euro weniger als heterosexuelle. Arbeiterkinder werden schon in der Grundschule benachteiligt, wenn es um die Gymnasialempfehlung geht – auch, wenn sie gleich viel leisten wie andere.

Dass das kein Grund ist, den Mut zu verlieren, zeigt das Projekt „Choose your own future“. Das studentische Projekt zeigt zwar einerseits all die statistischen Benachteiligungen auf, die bestimmte Bevölkerungsgruppen aushalten müssen – gibt aber auch Beispiele von mutigen Menschen, die ihrem statistischen Schicksal getrotzt haben. Auf der Website kann jeder sich sein statistisches Schicksal anzeigen lassen – um dann zu entscheiden, ob er sich das nicht doch ein bisschen anders vorgestellt hatte.

„Wäre Lisa K.* nach der Grundschule aufs Gymnasium gekommen, wäre in ihrem Leben sicher einiges anders gelaufen. Rein statistisch ist das für Arbeiterkinder aber unwahrscheinlich. Eine Studie der Mainzer Gutenberg-Universität hat 2007 herausgefunden, dass Schüler*innen aus sozial weniger starken Schichten wie Du und Lisa beim Übertritt an die höhere Schule benachteiligt werden.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Studiengang "MultiMedia & Autorschaft"
Kommt aus:Halle an der Saale, Deutschland
Arbeitet für/als:Der Masterstudiengang MultiMedia & Autorschaft erforscht die Themen der digitalen Zeit und reflektiert diese mit medialen Mitteln. Das medienwissenschaftliche Studium ist dabei gekoppelt an eine praktische mediale Ausbildung mit Schwerpunkt digitaler Journalismus.
Was Sie noch wissen sollten:Der Studiengang arbeitet eng mit verschiedenen Medienpartnern zusammen, aktuell mit MDR Sachsen-Anhalt Online, der Mitteldeutschen Zeitung und The Buzzard. Daneben realisiert er projektbezogen Kooperationen mit anderen Partnern wie dem Stadtmuseum Halle, dem Fraunhofer IMWS, Science2public und anderen.
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